Volksfest Schweinfurt
Dienstag, 22. Mai 2018

Knetzgauer wallen wieder nach Gößweinstein

Knetzgauer wallen wieder nach Gößweinstein

 

Das diesjährige Wallfahrtsmotto lautet: „Meine Zeit steht in deinen Händen!“

 

Knetzgau. Einer Jahrhunderte alten Tradition folgend wallt die Pfarrei Knetzgau am dritten Wochenende nach Pfingsten wieder nach Gößweinstein. Zum siebten Mal machen sich, nach einer Unterbrechung von mehreren Jahrzenten, Fußwallfahrer und Buswallfahrer auf die rund 90 Kilometer lange Strecke von Knetzgau nach Gößweinstein. Ziel der Wallfahrt ist die sakrale Mitte der Fränkischen Schweiz, wo in der Basilika zur Hl. Dreifaltigkeit der dreieinige Gott verehrt wird. Das diesjährige Wallfahrtsmotto lautet: „Meine Zeit steht in deinen Händen!“ Begleitet wird die Wallfahrt wieder von mehreren Geistlichen, welche auch die Gottesdienste unterwegs und in Gößweinstein feiern werden. Die Gößweinsteinwallfahrt beginnt am Freitag, 8. Juni 2018 um 6:00 Uhr mit dem Wallfahrtsgottesdienst in der Knetzgauer Pfarrkirche, und führt am ersten Tag über Oberschleichach, Kirchaich und Priesendorf nach Stegaurach. In der Steigerwaldgemeinde wird übernachtet und am Abend findet der traditionelle Grillabend statt, wozu immer auch die Freunde aus Stegaurach eingeladen sind. Am zweiten Wallfahrtstag führt der Weg zur Fähre nach Pettstadt, am Rhein-Main-Donau-Kanal entlang über Altendorf weiter nach Drosendorf. Am Fuße des Feuersteins wird am Samstagnachmittag der zweite Wallfahrtsgottesdienst gefeiert. Am Abend erreichen die Wallfahrer die Burg Feuerstein, und übernachten dort zum zweiten Mal. In aller Frühe und in der Morgendämmerung des Sonntagmorgens machen sich die Wallfahrer dann auf, um nach Ebermannstadt hinab zu ziehen, und gegen acht Uhr Windischgaillenreuth zu erreichen. Dort werden die Wallfahrer von den nachgereisten Buswallfahrern aus Knetzgau erwartet, um nach einer kurzen Andacht an der Hofkapelle der Familie Wölfel und einem kräftigen Frühstück gemeinsam weiter nach Gößweinstein zu ziehen. Nach 90 Kilometern Fußmarsch und dem feierlichem Einzug unter dem Voll-geläute der Basilika werden die Wallfahrer das Wallfahrtsamt zusammen mit den - und Buswallfahrern feiern. Das alljährliche Gruppenfoto mit allen Wallfahrern vor dem Haupteingang der Basilika schließt sich an. Am Nachmittag betet die Wallfahrtsgruppe dann den traditionellen Kreuzweg hoch zum Kreuzberg, und nach dem sakramentalen Segen und einer feierlichen Marienandacht wird der Heimweg per Bus angetreten. Die Wallfahrer werden gegen 18:45 Uhr an der Siechkapelle erwartet, ziehen in Knetzgau wiederum zu Fuß ein und den endgültigen Abschluss findet dann die diesjährige Gößweinsteinwallfahrt in der Knetzgauer Pfarrkirche mit dem eucharistischen Schlußsegen. Sinn und Zweck der Wallfahrt soll neben der Fortführung der alten Tradition nicht ein "Volkslauf mit religiösem Vorzeichen" sein, sondern Gottesdienst unterwegs, Exerzitien auf der Straße. Ganz wichtig ist den Organisatoren auch die Zusammenführung von Fuß- und Buswallfahrt und die gemeinsame Gestaltung des Wallfahrtssonntages. Gebetsanliegen können bis zur Wallfahrt in den Gebetskasten in der Knetzgauer Pfarrkirche gegeben werden, denn die Wallfahrt versteht sich auch als Beter für die Sorgen und Nöte der gesamten Pfarrgemeinde. So werden sich auch heuer wieder die Knetzgauer Wallfahrer in die Schar der Pilger einreihen, die seit nahezu zweieinhalb Jahrhunderten zum Gnadenort nach Gößweinstein ziehen. Bei Pettstadt wird die Knetzgauer Gößweinsteinwallfahrt kurzzeitig zu einer „Flussfahrt“.