Freitag, 20. April 2018

Vom Gesellen - in den Musterstand

Vom Gesellen - in den Musterstand

 

Metzgerinnen und Metzger erhalten Meistertitel

 

MUSTERSTADT. Musterstadt hat eine/n neue/n Metzgermeister/in: Max/Erika Mustermann (Zweite/r von links) hat kürzlich vor der Prüfungskommission der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz seine/ihre Meisterprüfung mit Erfolg abgelegt. Zuvor hatte der/die XX-Jährige, der/die in der Metzgerei Mustermann in Musterstadt tätig ist, einen elfwöchigen Vorbereitungskurs an der 1. Bayerischen Fleischerschule in Landshut besucht. Dabei befand sich der/die frisch gebackene Metzgermeister/in in bester Gesellschaft: Insgesamt 39 Berufskollegen und drei -kolleginnen aus Deutschland und zwei junge Metzger aus Österreich nahmen erfolgreich teil und erhielten bei einer Feier im Landshuter Zeughaus ihren Großen Befähigungsnachweis. Vor gut 150 Ehrengästen, Familienmitgliedern und Freunden der Jungmeister gratulierte neben Schul-Gesellschafter Georg Zinkl (links) auch Geschäftsführerin Barbara Zinkl (rechts). Über 500 Unterrichtseinheiten und zahllose Stunden Büffeln hätten sich gelohnt: „Sie haben Ihre persönliche Meisterschaft errungen!“ Sie rief die Absolventen auf, der Branche mit ihren guten Karrierechancen treu zu bleiben und auch ungeliebte Wissensbereiche, wie Betriebswirtschaft und Recht, weiter zu vertiefen, denn: „Meister sein heißt heute auch Manager sein!“ Der umfangreiche Lehrplan des Kurses reichte von Zerlegen und Wurstproduktion im Praxisteil über Lebensmittelhygiene und Buchhaltung bis zu Arbeitspädagogik in der Fachtheorie. Gerade diese Vielfalt an fachlichem Know-how mache den Meistertitel umso wertvoller, betonte Prüfungsausschussvorsitzender Florian Lang von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz. Trotz Rückgangs an fleischerhandwerklichen Betrieben sei der Weg in Richtung Meisterbrief genau der richtige, bescheinigte Konrad Treitinger (Zweiter von rechts) den Jungmeistern. Laut dem HWK-Vizepräsidenten suchen wieder mehr anspruchsvolle Verbraucher hochqualitative Wurstwaren, individuelle Rezepte, Herkunftssicherheit und persönlichen Service – und dafür stehe das Fleischerhandwerk. Die Absolventen zählten mit ihrer fundierten Ausbildung „zur ökonomischen Elite unseres Landes“, seien fit für Führungspositionen oder Selbstständigkeit. Als „Allrounder“ an High-Tech-Maschinen oder in kreativer Thekenpräsentation seien sie auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrte Fachkräfte. Als Weg zum Erfolg skizzierte der Festredner: „Bieten Sie Qualität und Regionalität statt Massenware, dafür geben Ihre Kunden gerne mehr Geld aus als beim Discounter.“ Und er appellierte, für den Beruf zu werben und die nächste Generation auszubilden. Abschließend sprach er die Absolventen vom Gesellenstand frei und verlieh ihnen feierlich „Meisterehre, Meisterstand und Meistertitel“. Neben dem Meisterbrief und dem traditionellen Landshuter Schuldiplom erhielt jeder ein silbernes „Meister-M“ – nach 35 Jahren Meistertätigkeit kann die goldene Version folgen. Bild: Fleischerschule Landshut