Volksfest Schweinfurt
Dienstag, 22. Mai 2018

Dachsanierung geht zügig voran

Dachsanierung geht zügig voran

 

Am ehemaligen Dienstboten- und Gesellenspital in der Haßfurter Pfarrgasse

 

Von Albin Schorn

 

HASSFURT. Zügig gehen in diesen Tagen die Umdeckungsarbeiten an diesem Gebäude in der Pfarrgasse 10 voran, wie Herbert Diedrich, Mitarbeiter der Firma Ach Reisert aus Donnersdorf erklärt. Die alten Schieferplatten am Süddach werden gerade abgenommen, die Unterschalung ausgebessert, Unterspannbahnen aufgezogen und eine Konterlattung aufgetragen. Schließlich werden beide Dachhälften, Süd- und Norddach des Krüppelwalmdaches, diesmal einheitlich mit Ziegeln eingedeckt. Spenglerarbeiten folgen. Im Erdgeschoss sieht das Bauvorhaben nunmehr zwei getrennte Wohnungen vor, mit den notwendigen Versorgungseinrichtungen wie Wasser, Strom und Heizung. Im Obergeschoss sind zwei Wohnbereiche bereits eingerichtet. Gleichzeitig bieten sich den Bewohnern von der Nord- und Südseite getrennte Hauseingänge an. In Absprache mit der Denkmalschutzbehörde erfolgt die bauliche Maßnahme. Besonders Stiftungen ermöglichten es der Stadt, 1846 ein Spital für kranke Dienstboten und Gesellen einzurichten, zuerst in der Mainmühle, dann in der ehemaligen Gastwirtschaft Breunig, heute Pfarrgasse 10. „Es verfügte über sieben Zimmer für Kranke mit acht Betten, zwei Zimmer für Patienten mit ansteckenden Krankheiten und zwei Zimmer für die Barmherzigen Schwestern. Sie versahen den Wärter- und Haushaltungsdienst. So 1877 das „Königlich Bayerische Kreis- Amtsblatt von Unterfranken und Aschaffenburg“. Seit 1936 galt das Spital als städtisches Krankenhaus mit 15 Betten, wurde jedoch 1936 aufgelöst wegen zu geringer Leistungsfähigkeit. Patienten wurden auf die Schweinfurter Krankenhäuser verwiesen.

 

Bild: Ein Autokran unterstützt die Dachdecker bei ihren Umdeckungsarbeiten am ehemaligen Haßfurter Dienstboten- und Gesellenspital in der Pfarrgasse.